Auch dieses Jahr konnte im Napa Valley wieder ein alter Rekord gebrochen werden. Die Weine des Jahres 2013 und die ultrararen Boutiqueweine mit 5 bis maximal 20 Kisten wurden an der Premiere Napa Valley (PNV) während drei intensiven Degustationstagen präsentiert. Insgesamt wurden mindestens 400 verschiedene Weine aller möglichen Rebsorten zusätzlich zu den 225 Auktionslots zur Probe in Reih und Glied dem Weinfachhandel und Handel präsentiert. Die PNV brachte über $ 6 Mio. ein. Ein neuer Rekord!
Napa Valley scheint nicht nur mit viel Sonne ausgestattet, sondern ist wahrlich sonnenverwöhnt. Der Jahrgang 2013 wird nach dem bereits hervorragenden, aber rasch zugänglichen 2012 nochmals eine Bewertungsnote zulegen. Die Weine präsentierten sich mit enormer Tiefe, guter Komplexität, viel Frucht, aber im Gegensatz zum Jahrgang 2012 mit deutlich mehr Struktur. 2012 gefällt bereits jetzt schon zum Trinken. 2013 wird die Geduld der Weinliebhaber zwar strapazieren, aber das Warten bis die Weine die optimale Reife erreichen, belohnen. Meine Beurteilung ist: 2013 wird besser als 2007! Hier kommt ein Jahrgang, welcher uns ganz viel Freude und Kummer (Preiserhöhungen von ca. 15% sind angesagt) bereiten wird. Der nachfolgende Jahrgang 2014 habe ich in etlichen Fassproben getestet zeigt auch viel Struktur, etwas weniger stoffige Kraft und eher härtere , weniger geschliffene Tannine. 2014 (97/100 Punkte) wird irgendwo eine Kombination von 2012 (96/100) und 2013 (100?/100) werden. 3 hervorragende Jahrgänge erwarten bald die Konsumenten und die Vorfreude ist gross.

Zu den Highlights der diesjährigen PNV gehörten folgende 100% Cabernet Weine in Spezialabfüllungen des Jahres 2013: Brand und Fairchild (Weinmacher Philipp Melka), Memento Mori und Arkenstone (Weinmacher Sam Kaplan), Vineyard 7&8 (Martha McClellan) und die bekannten und etablierten Weingüter Spottswoode, Larkmead, Shafer, Seavey(!) oder auch Continuum. Geheimtipps sind Arrow&Branch und Aloft. Arrow&Branch wartete mit einer Cab Franc dominierten Version auf. Die Reben in Coombsville/Napa wurden ursprünglich von Tony Soter gepflanzt. Das Team um Mike Wolf (Scarecrow) bewirtschaftet die Reben und Jennifer Williams (ex-Spottswoode) ist die Weinmacherin. Grosse Klasse. Cabernet-Sauvignon Ergänzung aus der Dr. Crane Lage in St. Helena. Aloft wird von den Mondavi-Töchtern gekeltert. Dabei werden sie von Thomas Rivers Brown unterstützt. Eigentlich brauchen sie den gar nicht, ist doch Angelina Mondavi auch Weinmacherin bei Hundred Acre. Hier entwickelt sich ein grosses Mondavi-Comeback!
Tolle weisse Weine waren Lail (100% Sauvignon Blanc). Wahnsinnige frische Zitrusfrucht und Lychee und Grapefrucht Nase! Im Abgang wollte der Sauvignon Blanc gar nicht mehr enden. Grgich lancierte einen tollen Jubiläums Chardonnay (nachgeahmt dem berühmten Paris Tasting). Etliche ältere Weingüter sind in den Startlöcher, ein Comeback zu lancieren. Beringer gefiel hier am besten. Andere alte haben noch Probleme und nicht die vergangene Klasse.
Ausserhalb der PNV Lots durften wir Tastings bei den Weinen von Celia Welch (Keever, Corra, Lindstrom und dem sagenhaften und ältesten Cabernet Reben von 1944 bei Scarecow) machen. Kann nur sagen, Celia macht unglaubliche Weine.
Scarecrow 2012 ein Muss! J. Daniel Cuvée 2012 von Robin Daniel Lail haben ebenfalls grosse Klasse und Tiefgang mit enormer Struktur, Blaubeerigkeit und viel weichen Tanninen. Erstmals wurde Lail (ehemaliger Co-Gründerin von Dominus und Merryvale) von Parker mit 100 Punkte belohnt.
Leider negatives ist von der Preisfront zu berichten. Etliche Newcomers, aber auch etablierte Weingüter verlangen 10-20% höhere Preise für die aktuell im Verkauf befindlichen Jahrgänge. Leider scheint es bei den Bestlagen für Traubengut von Beckstoffer, To Kalon, Dr. Crane und bei anderen Anbietern explosive Preiserhöhungen bis zu 50% zu geben. So erstaunt es nicht, dass etliche Vineyards in den Startlöchern sind oder bereits gestartet haben, zukünftig das Traubengut selber zu verarbeiten. Bestes Beispiel ist VHR (Vine Hill Ranch, welche auch Trauben an Bond (Vecina) verkauft. Jedes Jahr ziehen somit neue Weingüter ins Lande. Etliche mit erstaunlichem Debüt!
Am Rande bemerkt. Bill Harlan baut in Oakville nahe bei Bond und unterhalb von Futo seine Winery von Promontory (Erstjahrgang 2009 wurde lanciert im Herbst 2014). Ein Rundgang mit Bob Levy (Weinmacher von Harlan und vom TNVR) offenbarte die tolle Lage der Reben und der neuen Winery. Diese wird sich ab 2016 (Herbst) dem breiten Publikum öffnen.
Erstmals wird Harlan auch für den Konsumenten ohne Beziehungen zugänglich. Zumindest theoretisch, denn leider kosten die Weine immer mehr. Die diversen Bond-Lageweine kosten neu $ 400. Harlan $ 800… Wie war das noch? Inflationäre Tendenzen in der heutigen Wirtschaftlage gibt es nicht? Da wird mein eigener „The Napa Valley Reserve“(TNVR) Helvetia Selection schon fast zum Schnäppchen aus dem Hause Harlan. Doch meine Jahrgänge 2012 bis 2014 lagern noch ruhig vor sich hin in den T5-Fässern (Reserve Barrique von Tarransaud)…
Label des diesjährigen Rekordhalter:
Spezial Barrique-Wein von Brand 2013 – Lot ging für $ 115‘000 über die Bühne und taucht im 2017 auch in der Schweiz auf…
Eine geglückte Rückkehr zu Uschi und Werner Tobler. Nicht in die Braui wie früher, sondern in den Weinrausch. Zum ersten Mal beglückten uns die beiden an neuer Wirkungsstätte in Luzern. Eugen Haefliger kramte wieder einmal ganz tief im US Raritäten Regal und lud ein zu Great Wineries – Great Vintages. Fünf legendäre kalifornische Weingüter präsentierten ihre besten Flaschen über mehrere Jahrzehnte. (mehr …)
André Kunz organisierte diese eindrückliche Kick Off 2015 Probe. Cos d’Estournel ist hauptsächlich ab den 80er Jahren stets gut vertreten in den Schweizer Weinkellern. Deshalb war es ein leichtes, genügend Teilnehmer mit einem oder mehreren Cos Jahrgängen ins Restaurant Kreuz nach Emmen einzuladen. Die Qualität stieg in dieser Zeit unter der Leitung des legendären Bruno Prâts. (mehr …)
10 – 20 Punkte. Das ist der Massstab für meine Weinbewertungen. Die allergrössten Weine erhalten die Maximalnote 20/20 und sind auf der Jahres Bestenliste aufgeführt. Diese „Best of“ erfreut jeweils viele Besucher. Dies zeigt auf alle Fälle meine Webstatistik. Im Sport würde man eine solche Bewertung mit „Stilnote“ bezeichnen. (mehr …)
Der Bestbottle Circle, rund um Nils Frei, René Mauchle und Marcello Botti, lud zur dritten Ausgabe ihres US Tastings „American Belle“. In der eleganten Krone in Adliswil genossen wir eng umschlungen ein tolles Menu und hervorragende Kalifornier aus den Spitzenjahren 2001 und 2002. (mehr …)
Ich bin stolz, Vinpark als neuen „Advanced Partner“ von MYBESTWINE.CH zu präsentieren. Die Fine Wine Trade Company mit beeindruckender Auswahl kalifornischer Spitzenweine im Herzen der Zentralschweiz. 2007 von Master Sommelier Christian Bock gegründet, führt Vinpark heute immer um die 2500 verschiedene Weine die sie weltweit an Weinliebhaber und Spitzengastronomie liefern.
Nutzen auch Sie die attraktiven Möglichkeiten, welche MYBESTWINE.CH Wein- oder weinverwandten Firmen bietet.
Die alljährliche Bestbottle um die Samichlauszeit führte uns diesmal nach Eschenbach. René Gabriel und sein Sous-Chef Patrick Bopp zauberten ein lustvoll, urchiges Mittagsmenu auf den Tisch. Für die Weinauswahl sorgte jeder Teilnehmer selber. Ich liebe diese ungezwungenen, genüsslichen Moment! An solchen Nachmittagen bin ich jeweils mehr Hedonist als Chronist… (mehr …)
Bereits zum vierten Mal feierten wir unseren Thanksgiving Lunch. Dem Truthahn ging’s diesmal im Restaurant Old Swiss House Luzern an den Kragen und die Weine kamen vom Pritchard Hill via Eugen Haefliger zu uns. Zur Zeit wohl das trendigste und meistbeachtete Gebiet im Napa Valley. Pritchard Hill ist keine offizielle Appellation. Der legendäre Don Chappellet beschrieb die Lage mal als ein „Loch“ zwischen Oakville, Howell Mountain, Stags Leap Destrict, Rutherfold und Chiles Valley. Der Hügel bekam seinen Namen Ende des 19. Jahrhunderts von Charles Pritchard, der die ersten bescheidenen Zinfandel- und Rieslingstöcke pflanzte. Pritchards Hill’s Moderne begann mit dem Bau der Chappellet Winery 1967. 1978 zogen David Arthur Long und sein Vater Donald an den Hügel und pflanzten ihren ersten Vineyard. David Long arbeitete vorher bei Joseph Phelps und bei Chappellet, wo er sich des enormen Potenzials des Pritchard Hills bewusst wurde. Die David Arthur Winery produzierte 1985 den ersten Chardonnay und Anfangs 90er Jahre wurden die ersten Cabernet Sauvignon Weine abgefüllt.
David Long über David Arthur Winery:
Das Hauptaugenmerk des Events galt (nebst dem Truten-Güggel) David Arthur’s Flagschiff „Elevation 1147“. Ein sortenreiner Cabernet Sauvignon Wein, selektioniert aus den jeweils besten Trauben. Ausgebaut in 100% neuen französischen Barriques. Der Name stammt vom höchsten Punkt des Grundstücks, welcher 1147 „feet“ (350 Meter) über Meer liegt. Produziert werden jährlich etwa 8000 Flaschen. Aktuelle Jahrgänge kosten rund CHF 150 die Flasche.
| 1996 | David Arthur Elevation 1147 | 19/20 | trinken – 2025 |
| 1997 | David Arthur Elevation 1147 | 19/20 | trinken – 2025 |
| 1998 | David Arthur Elevation 1147 | 18/20 | trinken – 2020 |
| 1999 | David Arthur Elevation 1147 | 17/20 | trinken 2030 |
Es war ziemlich still im Old Swiss House Rittersaal… Man spürte förmlich die Ueberraschung und Begeisterung bei den Gästen. Da war einerseits dieser unglaublich schöne 1996 David Arthur Elevation 1147. Lediglich 100 Kisten wurden von diesem Erstlingswerk abgefüllt. Eugen Haefliger war von Anfang an dabei und erkannte sofort, dass hier etwas Besonderes heran wuchs. Der Wein ist jetzt in perfekter Trinkreife. Enorm würzig, erdig. Mit Aromen von Rauch, Harz aber auch einen feinen rotbeerigen Schimmer. Aus dem Kalifornischen Top Jahr dann 1997 David Arthur Elevation 1147. Reife blau- und schwarzbeerige Nase. Röstige Begleitaromen, Minze. Mineralisch, erdig. Torf, Russ und Jod. Ein toller Wein, grossartig strukturiert und mit beeindruckender Länge.1998 David Arthur Elevation 1147 war ausgestatten mit einem traumhaften Bouquet. Sehr cremig, röstig. Vanille, Bittermandeln und milden schwarzbeerigen Aromen. Dem Jahrgang entsprechend etwas weniger dicht als seine beiden Vorgänger, aber ein sehr stimmiger Wein und jetzt wunderbar zu trinken. 1999 David Arthur Elevation 1147 zeigte sich offen, füllig. Mit süss, reifen Aromen. Dazu Vanille, Leder, Tabak, Peperoni, Kamin. Opulent im Gaumen, etwas sandige Tannine und leicht metallischen Abgang.
| 2000 | David Arthur Elevation 1147 | 17/20 | austrinken |
| 2001 | David Arthur Elevation 1147 | 18/20/? | trinken – 2020? |
| 2002 | David Arthur Elevation 1147 | 19.5/20 | trinken – 2035 |
| 2003 | David Arthur Elevation 1147 | 17/20 | trinken – 2020 |
Ähnlich wie der 98er präsentiert sich 2000 David Arthur Elevation 1147. Süsses, barriquedominiertes Bouquet. Toast, Gianduja, Kokos, Schoko. Darunter Pflaumen und Cassis. Im Gaumen etwas einfacher strukturiert. Nicht ganz optimal schien 2001 David Arthur Elevation 1147. Er dürfte aus diesem Spitzenjahr noch nicht so reif sein. Viel dunkle Schokolade im Bouquet. Etwas Maggikraut und Pflaumen. Im Gaumen super, voluminös und sehr lang. Aber die Nase hängt. Möglicherweise nicht optimale Flasche. Keinen Zweifel offen liess 2002 David Arthur Elevation 1147. Würzig und edel schwarzbeerig in Bouquet. Dazu seine typische mineralischen Noten und Torf. Sogar etwas Lavendel und Himbeeren. Grandioser Wein mit einer prächtigen Balance und Länge. Jede Suche wert (wie übrigens einige weitere Jahrgänge….). Ein enorm charaktervoller, eigenständiger Cab, abseits des Napa Mainstreams. Etwas zurückhaltender dagegen 2003 David Arthur Elevation 1147. Defensives Bouquet, rustikaler und leicht alkoholisch.
| 2004 | David Arthur Elevation 1147 | 18.5+/20 | trinken – 2035 |
| 2005 | David Arthur Elevation 1147 | 19+/20 | trinken – 2040 |
| 2006 | David Arthur Elevation 1147 | 18.5+/20 | 2020 – 2045 |
| 2007 | David Arthur Elevation 1147 | 18.5+/20 | 2020 – 2045 |
| 2008 | David Arthur Elevation 1147 | 18.5+/20 | 2020 – 2040 |
2004 David Arthur Elevation 1147 ist trotz seiner Jugendlichkeit jetzt grossartig zu trinken. Erdig, klassische Düfte. Harz, Tabak und Himbeeren begleiten die dunkelbeerige Grundaromatik. Rund, harmonisch im Gaumen mit Potenzial für weitere 20 Jahre. Phantastisch auch 2005 David Arthur Elevation 1147. Minzig, röstiges Bouquet. Cassis, Brombeeren und Zedern. Gehaltvoll, edel strukturiert. Säure und Gerbstoffe geschliffen integriert. Grosses Entwicklungspotenzial (auch punktemässig). Unbedingt kaufen! Gute Ansätze zeigt selbstverständlich auch 2006 David Arthur Elevation 1147. Mit rauchig, würzigem Bouquet. Im Gaumen komprimiert. Schwarzbeerig, dicht. Im Moment wenig Zugang. Braucht Geduld. Genau wie 2007 David Arthur Elevation 1147, der nur so strotzt vor Kraft und Fülle. Rauch, Teer, Eukalyptus. Süsse schwarzbeerige Aromen. Im Gaumen alles enorm primärfruchtig, kompakt und füllig. In zehn Jahren, gerne wieder! Auch 2008 David Arthur Elevation 1147 ist sehr gut unterwegs und steht dem 07er in nichts nach. Primärfruchtig, Cassis, Brombeeren. Viel Mineralität, erdige Aromen. Druckvoll im Gaumen, viel Stoff und Reserven.
Auch Ann Colgin zog es an den Prichtchard Hill. 2002 baute sie dort ihre eigene Winery oberhalb des Lake Hennessey direkt neben ihrem IX Estate Vineyard (Number 9 Estate). Der Weinberg ist bestückt mit Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc und Petit Verdot für den IX Red und eine separate Parzelle mit Syrah für den IX Syrah. Bereits der erste Jahrgang (2002) wurde mit 100 Parker Punkten geadelt. Jährlich gibt’s rund 15‘000 Flaschen IX Red. Der Wein kostet zwischen CHF 300 – 500 die Flasche. Ein Tasting Highlight 2015 wird eine umfassende Colgin Probe sein mit all ihren verschiedenen Raritäten.
| 2004 | Colgin IX Estate Red Wine | 19/20 | trinken – 2035 |
| 2005 | Colgin IX Estate Red Wine | 19+/20 | 2020 – 2050 |
| 2006 | Colgin IX Estate Red Wine | 19.5+/20 | 2020 – 2040 |
| 2007 | Colgin IX Estate Red Wine | 19+/20 | 2020 – 2050 |
2004 Colgin IX Estate Red Wine ist ein Paradebeispiel, was man von Colgin Weinen erwartet und erhofft. Süsse Beeren, elegant strukturiert. Nie überladen, extrem schön balanciert. Mit betörend, stimmiger Nase. Creme Cassis, Himbeeren, Feuerstein und Russ. Voluminöser Gaumen. Spitzige, frische Säure und tolle Länge. Weniger zugänglich, aber möglicherweise mit noch mehr Potenzial ausgestattet ist 2005 Colgin IX Estate Red Wine. Viel dunkle Beeren, Toast, Erde, Vanille, Pfeffer und Lavendel. Kraftvoller Körper, griffig, zupackend und enorm lang. Beim 2006 Colgin IX Estate Red Wine läuft man aufgrund der 100 Parker Punkte natürlich wieder Gefahr ihn zu früh zu öffnen. Klar ist dieser 2006er jetzt schon verlockend schön und wunderbar zu trinken, doch sein enorm komplexes Gesamtbild wird er erst in zehn Jahren zeigen. Dasselbe gilt für 2007 Colgin IX Estate Red Wine. Explosive, süsse, beerige Noten im Bouquet. Viel Primärfrucht, verlockendes Toasting. Dramatische Tiefe und überragende Balance. Traumstoff…
Immer mehr Weingüter entstehen am Pritchard Hill. Inzwischen sind es bereits 16. Ein kleiner Auszug davon präsentierten wir anhand des Spitzenjahrgangs 2007
| 2007 | Chappellet Pritchard Hill Estate Vineyard | 19/20 | trinken – 2045 |
| 2007 | Continuum Propietary Red | 18/20 | trinken – 2030 |
| 2007 | Ovid Winery Proprietary Red Wine | 20/20 | trinken – 2040 |
| 2007 | Bryant Family | 18.5+/20 | 2020 – 2040 |
Das Urgestein am Pritchard Hill ist die Chappellet Winery. Seit 1969 entstehen hier Spitzenweine wie der 2007 Chappellet Pritchard Hill Estate Vineyard. Ein Blend aus 77% Cabernet Sauvignon, 12% Petit Verdot, 8% Malbec, 2% Merlot und 1% Cabernet Franc. Ein beeindruckendes Beispiel, welches das ausserordentliche Terroir repräsentiert. Die dunkelste Farbe aller Weine dieses Tages. Cassis, Erdbeeren, Himbeeren. Leichte Teer Noten, Gewürze und Holz. Dramatische Tiefe, geniale Länge und kräftige Statur. Massiv ohne überladen zu wirken.
2005 errichtete Tim Mondavi sein Schmuckstück am Pritchard Hill. Continuum ist heute das zweitgrösste Weingut der Region. Der 2007 Continuum Propietary Red (60% Cabernet Sauvignon, 22% Cabernet Franc, 18% Petit Verdot, 12‘000 Flaschen ist ein jetzt schon zugänglicher, sehr schöner Wein. Klassische Cabernet Aromatik, mit leicht üppiger Frucht. Modern vinifiziert, mit Substanz und Länge. Den sehr jungen Reben fehlt logischerweise noch ein wenig die Komplexität, doch es wird spannend sein dieses neuste Mondavi Projekt zu verfolgen.
Schlichtweg sensationell war 2007 Ovid Winery Proprietary Red Wine (47% Cabernet Sauvignon, 35% Cabernet Franc, 11% Merlot und 7% Petit Verdot). Traumhafte, edle Röstung begleiten im Bouquet die perfekt reifen dunkelbeerigen Aromen. Lakritze, Torf, Caramel, Mocca. Der Wein verfügt über eine grossartige Substanz, seidenfeine Struktur, ist jung und doch schon so harmonisch. Ein bewegender Moment mit einem ausserordentlichen Wein. Mehr zu Ovid.
Schwer zugänglich war 2007 Bryant Family. Man spürt den Druck und die Kraft, welche in ihm steckt. Alles ist noch primärfruchtig. Er reift sehr langsam. Verfügt über ein kerniges Tannine- Säuregerüst. Alles ist da. Jetzt braucht es nur noch Geduld… Vielleicht reichen ja 18 Monate. Dann steigt unsere grosse Bryant Family Vertikale…
Wie schon im ersten Teil erwähnt, erstreckte sich Marcello Botti’s Geburtstagsparty über mehrere Tage. Am Freitagabend wurde in der Osteria La Libera in Alba gefeiert. Mit prächtigen Magnums aus aller Welt. Ein typisches Langhe Abendessen mit globalen Weinen. Piemonte internazionale! (mehr …)
Tanti Auguri! Marcello Botti wurde 50. Ein Geburtstag in seiner Lieblingsweinregion: Dem Piemont. Da die Langhe nicht gerade um die Ecke liegt, feierte Botti gleich mal fünf Tage lang und reiste mit seiner Truppe kreuz und quer durchs Piemont. Weinproduzenten Besuche, tolles Essen, Trüffelmarkt in Alba und Wellness im Hotel. Normalerweise füllen Piemontbesucher ihren Kofferraum bei der Heimfahrt kräftig. Nicht so Marcello. Er transportierte Dutzende Flaschen (v.a. Magnums) aus seinem Keller nach Monforte und in die entsprechenden Restaurants. In weiser Voraussicht, dass nicht alle Gäste fünf Tage Nebbiolo und Barbera überstehen, entschied er sich für eine internationale Weinauswahl (ein weiterer Bericht dazu folgt später an dieser Stelle). Auf dem Bild: Das Geburtstagskind mit seiner bezaubernden Gattin Gabriela.
Der letzte Abend allerdings galt ganz den Piemontesischen Weinraritäten aus über 50 Jahren. Passend dazu ein traditionelles Trüffel Menu im Restaurant Ca d’Linet in Coazzolo. Chef und Tartuffo Experte Maurizio fand in der Nacht zuvor einen über 200 Gramm schweren weissen Trüffel, den er uns über Carpaccio, Spiegelei und Tagliolini hobelte. Maurizio hatte sichtlich Spass an uns, und weckte um Mitternacht sogar noch seine zwei Trüffelhunde für einen Gratis Schnupperkurs in Sachen Knollensuche. Die beiden Supernasen schienen aber dermassen aus dem Häuschen ob so viel Trüffelaromen um sie herum. Kein Wunder – bediente sich doch fast jeder Gast zum Abschied noch aus Maurizios privatem Trüffel Take-Away.
Ein lecker traditionelles 10 Gang Menu, 200 gr weissen Trüffel, Weinraritäten aus einem halben Jahrhundert und eine brasilianische Küchenchefin! Piemont Herz, was willst Du mehr…? Grazie Marcello!
| 1958 | Giacomo Borgogno & Figli Barolo Riserva | 10/20 | vorbei |
| 1943 | Giacomo Borgogno & Figli Barolo Riserva | 11/20 | vorbei |
| 1964 | Poderi Oddero Barolo | 10/20 | vorbei |
| 1964 | Gaja Barbaresco | 12/20 | vorbei |
Leider keine Überlebenden im ersten Flight… Schon die trübe, rostige Farbe beim Einschenken liess auf nichts Gutes mehr hoffen. Einzig der 1964 Gaja Barbaresco bestätigte das „piemontesische Säure Klische“. Sogar in einem toten Wein schwebte da noch ein Säure Gespenst im Glas herum. Zu dieser Serie fällt mir leider nichts anderes ein, als dass kürzlich in Barbaresco ein alter Sarg gefunden wurde…
| 1982 | Gaja Barbaresco | 17/20 | vorbei |
| 1971 | Prunotto Rabaja Barbaresco | 20/20 | austrinken |
| 1985 | Giuseppe Mascarello e Figlio Monprivato Barolo | -/- | austrinken |
| 1947 | Giacomo Borgogno & Figli Barolo Riserva | 18/20 | austrinken |


Grossartig auch der 1947 Giacomo Borgogno & Figli Barolo Riserva, mit mineralischer Note, Torf, Leder. Fein abgerundet, immer noch lebendig und mit toller Länge ausgestattet. Ohne Bewertung, da es sich eindeutig um eine schlechte Flasche handelte, blieb der oxydierte, muffige 1985 Giuseppe Mascarello e Figlio Monprivato Barolo.
| 1988 | Elio Altare Arborina Barolo | 18.5/20 | austrinken |
| 1989 | Roberto Voerzio Cerequio Barolo | 17/20 | austrinken |
| 1990 | Domenico Clerico Ciabot Mentin Ginestra Barolo | 13/20 | vorbei |
| 1989 | Produttori del Barbaresco Asili Barbaresco Riserva | 16/20 | vorbei |

| 1990 | Gaja Sperss Barolo | 17/20 | austrinken |
| 1990 | Roberto Voerzio La Serra Barolo | 18/20 | austrinken |
| 1989 | Aldo Conterno Granbussia, Barolo Riserva | 16/20? | vorbei |
| 1989 | Gaja Barbaresco | 18.5/20 | austrinken |
Gut, aber für den Jahrgang leicht enttäuschend erlebte ich 1990 Gaja Sperss Barolo. Im Bouquet Rauch, Teer, Wildfleisch. Wenig Frucht, etwas muffig. Zeigt schöne Reife und Grösse im Gaumen. Schwierige Flasche. Nachdegustieren? Wer hat? Spontan gefiel da 
In Kürze online: Tanti Auguri Marcello Teil 2 und 12 Spitzenbaroli vom Prachtsjahrgang 2010.
Bordeaux 2000 gehört zu meinen Lieblingsjahrgängen. Er gehört zu den seltenen Jahrgängen, welcher das ganze Bordelais reichlich beschenkt hat. Ob Links oder Rechts, Cabernet oder Merlot. Einfach Top! Beste Wetterbedingungen und perfektes Traubengut. Qualitativ sowie quantitativ aussergewöhnlich. Zusammen mit dem Milleniums Hype natürlich auch ein Grund um kräftig aufs Preispedal zu treten. Ich habe trotzdem einiges gekauft und nach den schwierigen 2001ern und 2002er nochmals nachgekauft. Die meisten Kisten sind allerdings noch verschlossen und in sicherer Reichweite vor mir selbst. Deshalb nutze ich jede Möglichkeit, um mir ein Bild der aktuellen Lage zu machen. Diesmal bot sich die Gelegenheit im Restaurant Una Storia in Sempach, wo René Gabriel ein Dutzend 2000er öffnete. Je eine Viererserie St. Julien, St. Estèphe und St. Emilion.
| 2000 | Lagrange | 18/20 | trinken – 2025 |
| 2000 | Ducru Beaucaillou | 19+/20 | 2018 – 2045 |
| 2000 | Léoville Barton | 18.5+/20 | 2018 – 2045 |
| 2000 | Léoville las Cases | 19/20 | trinken – 2045 |
Ein ganz sicherer Wert und verlockend schön ist 2000 Lagrange. Offenes, toastiges Bouquet. Kaffee Mocca, blau- und schwarzbeerige Grundaromatik. Ein Wein, der schon früh begeisterte und sich gar nie zurückzog. Sehr erhaben und gross präsentierte sich 2000 Ducru Beaucaillou, Erdig, würziges Bouquet. Dazwischen frische Cassisaromen, Holunder, Zedern. Im Gaumen reifeverlangend. Viel Stoff, und die entsprechend massiven Tannine. Kommt auf jeden Fall (sehr) gut! Auch 2000 Léoville Barton ist in fünf bis zehn Jahren eine sichere Bank. Jetzt eher defensiv, schwarzbeerig, aber auch florale Noten. Zedern. Die Frucht fehlt im Moment etwas, daher wirkt er zugeknöpft und uncharmant. Im Gegensatz zu 2000 Léoville las Cases, der – obwohl auch er noch lange nicht in seiner Trinkreife ist – bereits jetzt schon harmonisch elegant wirkt. Schwarzbeerig, etwas Lakritze, edle Mocca Röstung. Konzentriert im Gaumen, tolle Balance und sehr lang im Abgang.
| 2000 | Tronquoy-Lalande | 17.5/20 | trinken – 2025 |
| 2000 | Beau Site | 15/20 | trinken – 2025 |
| 2000 | Cos d’Estournel | 18.5/20 | trinken – 2030 |
| 2000 | Montrose | 18.5+/20 | 2020 – 2050 |
2000 Tronquoy-Lalande ist ein vorzüglicher Wein. Das Beste aus dem Topjahr herausgeholt und zu fairem Preis angeboten. Jugendliches Bouquet, irgendwie immer noch recht primärfruchtig mit schöner Holzbegleitung. Im Gaumen mittelschwer, leichte Pilznote, rustikal strukturiert. 2000 Beau Site wirkt im Bouquet defensiv. Pflaumen, Zedern und Vanille. Im Gaumen zu harte Tannine, viel Säure und einen leicht muffigen Unterton. Ein önologischer „Trickbetrüger“. Man könnte annehmen, er sei einfach zu jung und brauche Zeit. Doch daraus wird nichts. In zehn Jahren wirkt er zwar abgerundeter, dafür frucht- und freudlos.

| 2000 | Beauséjour-Bécot | 18/20 | trinken – 2025 |
| 2000 | Magdelaine | 17/20 | trinken – 2020 |
| 2000 | Figeac | 19/20 | trinken – 2040 |
| 2000 | Pavie | 18?/20 | trinken – 2035 |

Stirne runzeln dann beim 2000 Pavie. Vor zwei Jahren mit klaren 20/20 im Glas und seither leider nicht mehr probiert. Hier läuft etwas schief, oder es handelte sich um nicht optimale Flaschen. Fülliges, süsses Bouquet. Klar dunkelbeerig, Lakritze und Minze, aber auch leider eine gewisse Lack Note, was auf flüchtige Säure hinweisen könnte. Im Gaumen wirkt er konzentriert, alles irgendwie zu extrahiert und daher trocken. Wo in seiner Jungend eher zu viel Fett da war, klafft im Moment eine „Eleganz Lücke“. „Wohin des Weges, Du nobler Pavie?“ Hoffentlich krieg ich bald die Chance für eine Klarstellung oder Bestätigung….
Endlich schaffte ich es, bei einer „Traumdepot“ Veranstaltung von Christoph Wey dabei zu sein. Leider ergibt sich die Gelegenheit nur noch selten. Mit gutem Grund. Denn sein neues Projekt heisst „ZIAB“ „Zu Hause isst’s am besten.“ Natürlich geht’s auch bei ZIAB um Genuss und Leidenschaft. Zusammen mit Reto Fust sind die beiden ein eingespieltes „Störkoch Duo“. Fust kocht – Wey stört… Um die Arbeitsaufteilung dennoch fair zu gestalten, schreibt Christoph Wey über diese kulinarischen Momente und hält sie bildlich fest. Daraus entstehen Geschichten, Rezepte und Emotionen. Und dies wollen die beiden in Zukunft mit uns teilen. Ein Genussbuch entsteht. Mehr als „nur“ ein Rezeptbuch. „Ungeschliffen, vielfältig und lebensnah“, wie sie auf ihrer Webseite schreiben. Gut Ding will Weile haben. Ende 2016 ist es soweit. Bereits jetzt gibt’s Einblicke zu diesem spannenden Projekt unter www.ziab.ch.
Der freitägliche „traumSTOFF“ Abend entsprach ganz der Philosophie von Reto (links) und Christoph (rechts). Zusammensitzen, über unser Hobby schwärmen, Gedanken austauschen, glücklich sein. Wir fühlten uns wohl, umgeben von feinsten Stoffen im Glas wie auch um uns herum (die Verkostung fand Peter Millar Flagship Store in Sihlbrugg statt). Dazu auserlesener Käse, Fleisch und köstliche Brote. Genuss pur!
Mit dabei war auch Thomas Theiler. Der gelernte Maschinenzeichner und Metallbauer stellte seinen „mechanischen Sommelier“ vor. Ein feinmechanisches Kunstwerk mit modernster Optik. Mit diesem edlen Teil dekantieren Sie Grossflaschen bis zu 27 Liter äusserst stilvoll. Ein faszinierendes Gerät und toller Blickfang in jedem guten Restaurant. Hier bewundern Sie den genialen Dekanter: www.theilermetall.ch
Und schliesslich die Weine. Thematisch zusammengestellt in Dreierserien:
| CH | 2009 | Studach Chardonnay | 18/20 | trinken – 2016 |
| Cal | 2005 | Marcassin Chardonnay Three Sisters Vineyard | 16/20 | austrinken |
| Bur | 2005 | Domaine William Fevre Chablis les Clos | 17/20 | trinken – 2020 |
In der Chardonnay Startserie überzeugte 2009 Studach Chardonnay mit seiner mineralischen, frischen Art. Leicht nussig, etwas Vanille und viel fruchtiger Chardonnay Primäratomatik. Schon sehr reif in Farbe und Aromatik zeigte sich 2005 Marcassin Chardonnay Three Sisters Vineyard. Ueppig, schwere Nase. Brandig, leicht oxydativ. Asche, Schwefel und Butter. Im Gaumen breit und träge mit schlapper Säure. Schwer zu sagen, ob es sich um eine schlechte Flasche handelt oder ob dieser Marcassin wirklich schon so deutlich den Zenit überschritten hat. Da erinnere ich mich wehmütig zurück an den eindrücklichen Marcassin Event vor zwei Jahren. Frisch, leicht grassig mit mineralischer Struktur und knackiger Säure präsentierte sich 2005 Domaine William Fevre Chablis les Clos. Leichte Zitrusaromen, Feuerstein und Gewürze.
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| Oes | 2006 | Pöckl Monchhof Merlot | 19/20 | trinken – 2025 |
| CH | 2009 | Vin da Zücchin Cinq! Merlot | 17/20 | trinken – 2020 |
| Tos | 2007 | Le Macchiole Messorio | -/- |
Einmal mehr begeisterte mich der phänomenale 2006 Pöckl Monchhof Merlot. Der Wein beeindruckte uns anlässlich der European Merlot Champions League anfangs Jahr. Immer noch jugendlich. Offenes, toastiges Bouquet. Pflaumen, Cassis, Bananen, Schoko, Zimt und Vanille. Zupackend, kräftig im Gaumen und mit guter Struktur ausgestattet. Verfügt über tolle Reserven, was ihm noch lockere zehn Jahre Lebensdauer auf diesem hohen Niveau beschert.
Das Ergebnis eines spannenden Schweizer Weinprojekt ist der „Tschingg“ von den „Kürbisköpfen.“ 2009 Vin da Zücchin Cinq! Merlot. Die Merlot Trauben stammen vom Tessiner Winzer Giuliano Cormano. Gekeltert wird im bündnerischen Fläsch bei Andrea Devaz. Ein geschmeidig, eleganter Wein, der sehr von seiner verlockenden Barrique Süsse lebt. Bittermandeln, Marroni, Vanille, Rauch. Ein schöner Wein aus grossem Tessiner Jahr. Eine „Toasting Stufe“ tiefer, und der Cinq wäre bei mir eine Bewertungsstufe höher… Schade, dass 2007 Le Macchiole Messorio korkte. An der grossen Messorio Vertikale vor zwei Jahren bewertete ich den 2007er mit 19/20 (trinken – 2025).
| Bdx | 2000 | Château Talbot | 18.5/20 | trinken – 2035 |
| Tos | 2004 | Montepeloso Gabbro IGT | 16.5+/20 | trinken – 2025 |
| Cal | 2004 | Blankiet Cabernet Sauvignon Paradise Hills Vineyard | 17.5+/20 | 2020- 2035 |
Im Cabernet Flight begegnete ich wieder mal dem tollen 2000 Talbot. Einem klassischen, grossen St. Julien, der in diesem Spitzenjahr grossartig gelungen ist. Edles Holz, Zedern, Toast, blau- und schwarzbeerige Grundaromatik. Viel Stoff und Reserven, aber jetzt schon sehr gefällig. Nicht ganz klar kam ich mit 2004 Montepeloso Gabbro IGT. Offenes rauchiges Bouquet. Kirschen, Pflaumen, Gewürze, etwas Lack. Im Gaumen breit strukturiert, etwas alkoholisch und schwermütig wirkend. Stark extrahiert, trocken im Abgang. Auch 2004 Blankiet Cabernet Sauvignon Paradise Hills Vineyard ist ein typischer Vertreter der „full Body“ Weine. Druckvolles Bouquet. Reif, süss. Pflaumen, Cassis, Kalk und Teer. Gradlinig strukturiert, viel Reserven, kantige Säure und wenig Entwicklung. Warten.
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| Rho | 2003 | Domaine du Pegau Chateauneuf du Pape Cuvee Reservee | 18.5/20 | trinken – 2025 |
| Rho | 2003 | Domaine du Pegau Chateauneuf du Pape Cuvee da Capo | 19.5+/20 | trinken – 2030 |
| Cal | 2007 | Tablas Creek Esprit de Beaucastel | 18+/20 | trinken – 2030 |
Jetzt schon wunderbar trinkreif zeigt sich 2003 Domaine du Pegau Chateauneuf du Pape Cuvee Reservee. Ein grossartiger, fein strukturierter CNP. Kirschen, Pflaumen, Himbeeren, Kerzenwachs und Rauch. Im Gaumen sehr geschmeidig, reif und zugänglich. Wirkt fast älter als er effektiv ist. Super Länge. Absolut edel wirkt 2003 Domaine du Pegau Chateauneuf du Pape Cuvee da Capo (90% Grenache). Grant. Pflaumen, Vanille, Caramel, Pfeffer, Himbeeren, Leder und Minze im Bouquet. Röstiger als der Reserve. Zeigt eine enorm vielschichtige Aromatik, welche sich im Glas dauernd verändert. Absolut delikater Gaumen, traumhafte Balance und eindrückliche Länge.
Es gibt eine Theorie, welche besagt, dass wenn ein Wein in seiner Jugend nach Bananen riecht, kann er im Alter zur Legende reifen… Was aber, wenn ein Wein praktisch nur nach Banane riecht wie dieser 2007 Tablas Creek Esprit de Beaucastel? Ein „Rhone Blend“ aus Mourvedre, Grenache, Syrah und Counoise aus San Luis Obispo (Central Coast). In der Nase Banane, blaue Beeren, Pfeffer, Kirsch und Nuss. Mittlere Intensität. Schönes, harmonisches Gesamtpaket. Viel Fülle aber nicht überladen. Ein stimmiger Wein mit Potential.
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| Lang | 2007 | La Peira en Damaisela Terrasses du Larzac ‚La Peira‘ | 16/20 | trinken – 2030 |
| Cal | 2007 | Saxum Booker Vineyard | 18.5/20 | 2020 – 2035 |
| Rho | 2009 | Rene Rostaing Cote Blonde | 18.5+/20 | 2020 – 2040 |
Sicherlich Liebhaber finden wird der mächtig, bullige 2007 La Peira en Damaisela Terrasses du Larzac mit rauchig würziger Nase. Zu jung und zu alkoholisch für mich. Sehr schön zeigt sich 2007 Saxum Booker Vineyard. Natürlich auch mindestens fünf Jahre zu früh im Glas. Doch hier spürt man mehr Gehalt und Struktur. Ein toller Wein ist 2009 Rene Rostaing Cote Blonde, mit frischem, primärfruchtigem Bouquet. Viel Kirschen, Pflaumen, Leder, Pfeffer. Fein, elegant im Körper. Sehr schön balanciert. Fünf Jahre Geduld verspricht eine noch höhere Wertung.
Die beiden ZIAB Jungs: Christoph Wey und Reto Fust. Dazwischen Dekanter Designer Thomas Theiler:
Ja, man darf verwundert die Augen reiben. Endlich probiert er mal deutschen Riesling! Zugegeben, die Gelegenheiten sind rar, den Zugang habe ich noch nicht richtig gefunden und mein Riesling Kellerabteil glänzt durch gähnende Leere. Also nutzte ich erst recht die Gelegenheit, Von Winning’s Grosse Gewächse zu probieren. Der 2013er gilt in der Pfalz als Spitzenjahrgang. (mehr …)





















