Es kommt nicht ganz überraschend, kündigte doch Robert Parker bereits Anfangs Jahr an, dass er bei der diesjährigen Barriquetasting Tour durch Kalifornien, die 2001er neu beurteilen will. Ja, der liebe Robert wird auch älter und verbindet das Nützliche (Fassdegustationen 2010) mit dem Angenehmen (nachdegustieren der genialen 2001er nach 10 Jahren). Das Ergebnis gemäss Parker: „Ich wusste, dass mich brillante Weine erwarteten, doch diese neusten Verkostungen haben meine höchsten Erwartungen noch übertroffen“. Mit einem „Jahrgangsrating“ von 96/100 gehört nun der 2001 zusammen mit 2007 an die Spitze der grössten kalifornischen Weinjahrgänge aller Zeiten. Die spektakulärsten Hochstufungen: Abreu Madrona und Thorevilos (beide 100), Verite La Muse (100), Lokoya Mount Veeder (100), Lokoya Howell Mountain (99), Araujo Eisele (99), Bond St. Eden (100), Shafer Hillside (100), Ridge Monte Bello (99). Phelps Insignia (99), Dominus (98) usw, usw…. Mit US Schnäppchen jagen dank günstigem Dollarkurs, dürfte es vorerst vorbei sein. Denn diese Hochstufung kommt wohl nicht zufällig genau mitten in die Bordeaux 2010 Primeur Kampagne, und dürfte den Fokus amerikanischer Weinkonsumenten wieder vermehrt auf einheimisches Schaffen richten.
Bitte um Geduld…. kommt!
18 begeisterte Kalifornien Fans trafen sich im Palce Luzern zum Sonntags Lunch. Serviert wurde ein pirma Fünfgänger aus der Jasper Küche und in den Gläser funkelten zwei Dutzend der besten Weine vom Topjahr 1994. Kalifornien wie wir es lieben! (mehr …)
Bordeaux 1988 ist ein sicherer Wert. Die Qualität ist homogen und liegt zwischen gut und sehr gut. Man erlebt selten Überraschungen und praktisch nie Enttäuschungen. Wer den etwas rustikalen, erdigen Stil mit ab und zu grünem Cabernet mag, ist mit diesem Jahrgang immer gut bedient. (mehr …)
Einmal mehr hoppelte unser Weinosterhase André Kunz mit einer Kratte voller bunt bemalter Flaschen ins Restaurant Kreuz Emmen. Das alljährliche Karfreitags-Flaschen-Tütschen stand auf dem Programm. Da sich das Tasting über mehrere Stunden hinweg zog (weil es einfach gemütlich war, das Wetter laufend schlechter wurde, und wir uns mit dem Erraten der Weine ziemlich schwer taten), kam ich am Abend zu spät nach Hause um das versprochene Ostereierfärben mit den Kindern in gewohnt präziser und künstlerischen Form umzusetzen. Deshalb musste ich dieses Jahr eine abgespeckte Version meiner malerischen Talente wählen.
In letzter Zeit häufen sich Einladungen zu 50. Geburtstagen. Meiner ist ja noch weit entfernt… Diesmal erwischte es Weinfreund Thomas Hess. Sie kennen den profunden Weinliebhaber als Gründungsmitglied von American Beauty und Co-Organisatior des „Hergiswiler Frühlingserwachens“ (mehrere Berichte im Archiv). Thomas lud eine grosse Gesellschaft über drei Generationen in den Adler nach Hergiswil. (mehr …)
Ja, also fast, zumindest. Wie kam’s dazu? Jeweils auf Mitte März planen wir das grosse California Weekend. Am Sonntag Mittag standardmässig die legendäre Best Bottle „American Beauty“ und am Samstag davor diesmal das „Once in a Lifetime Tasting“ Harlan 1987 – 2010 (siehe unten).
Die Probe sämtlicher Jahrgänge von Harlan fand in der Aebtestube in Bad Ragaz statt, begleitet von einem wunderbaren Gourmet Lunch von Roland Schmid. Kalifornien Freak und Harlan Fan der ersten Stunde, Eugen Haefliger, stellte die Flaschen für dieses ausserordentliche Tasting aus seinem Privatkeller zur Verfügung. Harlans Geschäftsführer Don Weaver, seit über 20 Jahren ein guter Freund von Eugen, nahm selber am Tasting teil und brachte die nicht offiziell vermarkteten Erstlingsjahrgänge 1987, 88 und 89 mit, sowie der gerade lancierte 2010er. Don bereicherte die Runde durch sein fundiertes Wissen, seinen Charme und Humor. Es war ein phänomenales „Once in a Liftime“ Tasting.
Besitzer Bill Harlan im Wine Spectator Focus:
Es war ein toller, gelungener Merlot Erlebnis-Abend im prall gefüllten Rittersaal vom Old Swiss House Luzern. In vier Serien präsentierten vier der besten Merlot Produzenten Europas ihre schönsten Jahrgänge. Drei Dutzend Gäste verkosteten begeistert die Weine, umrahmt von einem wunderbaren „Günther Renz Menu“. Unkompliziert bestimmte die Geniesser Jury im gut schweizerischen Ständeratsprinzip per Handerhebens ihren jeweiligen Lieblingswein. Ein umfangreicher Bericht mit Detailbewertungen zu allen Weinen erscheint auf www.bxtotal.com von René Gabriel und André Kunz berichtet in einer kommenden Ausgabe der Schweizerischen Weinzeitung.
„Schade, dass sie aufhören“, dachte ich mir als das Mail von Nils Frei und Marcello Botti mit dem Titel „Abschied mit Tränen“ in meiner Inbox landete. Doch nach ein paar Zeilen klärte sich die Sache.
Abschied mit Tränen. Warum? Nun, diejenigen, welche teilnehmen möchten, melden EINE SPEZIELLE FLASCHE. Die Hergabe der Flasche soll den Spender etwas schmerzen (und damit die Tränen in die Augen drücken) und die anderen Teilnehmer vor Entzücken zu Tränen rühren. Etwas kitschig nicht?…..aber Ihr wisst sicher was wir meinen.
Klar weiss ich, was die beiden meinen. Schnell ein Antwortmail und Platz reservieren: Lieber Marcello, lieber Nils. Bin gerne dabei! Mir liegt ein Beaujolais Nouveau 1984 (mit handgezeichneter Etikette) extrem am Herzen. Ein lieber Freund, der vor wenigen Monaten von seiner eifersüchtigen Ehefrau erstochen wurde, hat die Flasche vor Jahren an einer Benefizgala zugunsten querschnittgelähmter Kinder in Nicaragua ersteigert. Mir kommen heute noch die Tränen, wenn ich daran denke….
Mein Vorschlag wurde von den beiden Organisatoren leider nicht toleriert. So blieb mir halt nichts anderes übrig, als eine von diesen genialen Flaschen einzuliefern….
Dennis O’Neil, und Stephen Martin, die Besitzer von Checkerboard Winery, besuchten auf ihrem Schweizer Trip Beatrice Arnosti und Andreas Putzi auf der „Weinresidenz“ in Olsberg. Die beiden sympathischen Wein- und Genussenthusiasten vertreten hierzulande die Checkerboard Weine und präsentierten die aktuelle Range dieser noch ganz jungen Winery. Das riesige (300 Acre) Grundstück am Diamond Mountain zwischen St. Helena und Calistoga, bestehend aus verschiedenen, kleinen Vineyards wird mit Präzisionsarbeit und enormen finanziellen Möglichkeiten zu einem Napa Valley Vorzeige Betrieb getrimmt. Die önologische Verantwortung liegt bei der allseits bekannten Perfektionisten Martha McClellan. Die ehemalige Winemakerin bei Harlan ist jetzt tätig bei Sloan und Blankjet ist Besitzerin (zusammen mit ihrem Ehemann Bob Levy) von Levy & McClellan. Zudem wird Checkerboard auch noch extern beraten von Michel Rolland. Die Weinberge wurden allesamt bei Uebernahme vor rund zehn Jahren neu bepflanzt. Aktuell gibt es zwei Cabernet Sauvignon dominierte Weine. Das 300 Kisten Luxus Cuvee „Checkerboard“ und der als früher trinkreif angebotene „Kings Row“.












