Fedex Arrivage

27. Dezember 2012

Es war ein spontaner Einfall von Nils Frei. Der Arbeitstitel hiess „Winebid Arrivage“ oder Winebid.com(t)! Aber wir wollen ja nicht für die Plattform werben, wo uns dann neue Käufer emännt noch überbieten. Nach der langen, heissen Sommerpause erwarten wir sehnsüchtig unsere US Beauties welche in den letzten Wochen und Monaten ergattert wurden. Ich kann es selber kaum erwarten, bis das nette Fedex Fröilein jeweils lächelnd vor der Türe, und hinter mehreren Riesenkartons steht, und attestiert, dass ich über 21 Jahre bin… Zeit für die Fedex Arrivage!

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21. Dezember 2012 – Die Maya Prophezeiung

21. Dezember 2012

Sieben Mutige trafen sich tatsächlich genau an diesem denkwürdigen Abend des 21. Dezembers mit je einer Flasche Maya unter dem Arm zu einem (vielleicht finalen) feudalen Nachtessen. Der Ort war und bleibt geheim, da sonst dieses Privatrestaurant von weiteren Endzeitanhängern als Gourmettempel in Beschlag genommen würde. Soviel sei verraten. Eine von diesen begnadeten Kochpersönlichkeiten links stand für uns am Herd…  Sensationeller Koch, akribisch genauer Sommelier und grossartige Mayas im Glas. Endzeitherz was willst Du mehr? Und…. Hurra! Wir leben noch!

Mein bisher schönster Weltuntergang

Best of 2012

15. Dezember 2012

Jahresende. Zeit für ein kurzes Fazit. Diesmal etwas früher, denn wer weiss, was uns am 21. Dezember erwartet? Eines ist sicher. An jenem denkwürdigen Freitag findet das letzte MYBESTWINE Tasting im 2012 statt: „Die Mayaprophezeiung“. Blicken wir also nochmals zurück auf unvergessliche Events und geniale Flaschen. Bei der Durchsicht der Reports lief mir erneut das Wasser im Mund zusammen. Ich erinnere mich an (fast) jeden Schluck, als wäre er erst gestern meine Kehle herunter geflossen. Einen besonderen Platz in Nase, Gaumen, Hirn und Herzen nehmen natürlich die 20/20 Punkte Legenden ein. Jene zwei Dutzend Jahrhundertweine, welche ich 2012 mit der Höchstnote ausgezeichnet habe.

Best of 2012

Péby Faugères meets Masseto

12. Dezember 2012

Die Idee für diesen Vergleich hatte René Gabriel vor gut einem halben Jahr. Oftmals misst er Peby Faugères eine gewisse «Masseto» Affinität zu. Wir wollten es mal genau wissen, und stellten diesen Event auf die Beine. Silvio Denz, der Schweizer Château Besitzer von Faugères, war sofort begeistert von dieser Idee. Er brachte sämtliche je produzierten Peby Faugeres ab 1998 mit und dazu gleich auch noch seinen Direktor und Önologen Alain Dourthe. Die Ähnlichkeit der beiden Weine könnte mit dem gemeinsamen Berater, Michel Rolland zu tun haben. Silvio Denz erzählte ihm von der Idee, und obwohl der önologische Globetrotter 100 Weingüter in 13 Länder betreut, nahm er sich den Tag frei und flog extra für dieses Tasting nach Luzern. Ein bisschen stolz bin ich schon, wenn der berühmteste Önologe der Welt an einem Anlass von MYBESTWINE.CH dabei ist… Um auch bei den Massetos authentische Flaschen präsentieren zu können, lieferte uns Andreas Bisig perfekte Flaschen aus den Bindella Reserven. Zudem stellten wir zu jeder Serie noch einen passenden Piraten. Fehlt noch ein perfekt auf die Weine abgestimmtes Menu, einen super Service und los geht’s! All das bot uns das Team von Old Swiss House Luzern. 32 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren begeistert!

Ein prächtiger, genüsslicher und spannender Weinabend. Herzlichen Dank, allen die mitgeholfen haben! Aufgrund der ziemlich anforderungsreichen logistischen und organisatorischen Aufgaben, beschränkte ich mich an diesem Abend auf Kurznotizen.

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Engelberg

4. Dezember 2012

Zum zweiten Mal begaben sich ein Dutzend Weinfreunde ins wunderschöne und bereits tief verschneite Engelberg. Dort erwartete uns der generöse Gastgeber und begnadete Hobbykoch, Ruedi Waser (links im Bild). Er zauberte einen feudalen Fünfgang Lunch auf den Tisch, passend zu unseren mitgebrachten Weinen. Die Auswahl der Flaschen war jedem selber überlassen. Um die Selektion zu vereinfachen gab das Organisationskomitee folgende Faustregel vor: Entweder eine besondere Magnum, zwei wunderschöne Flaschen oder eine sauteure Rarität. Und von all dem war zur Genüge vorhanden…

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Abgestürzt

28. November 2012

Kennen Sie den alten Witz, wo der eine Bergsteiger die Felswand hinunter stürzt. Sein Kumpel ruft ihm nach: „Ist dir etwas passiert?“ Worauf der Fallende: „Ich weiss es nicht, bin noch nicht unten…“ So krass erging es mir nicht gerade. Aber beinahe…  Bergführer René Gabriel lud wieder einmal zur alljährlichen Herbstwanderung. Der Aufstieg zur Alpwirtschaft Unterlauelen wird von den trittsicheren Wein- und Wanderfreunden jeweils ziemlich locker geschafft, aber der Abstieg hat so seine Tücken. Dieses Jahr hat es ausgerechnet mich erwischt. Auf einer perfiden Eisschicht, welche mir – trotz Fackelträgeramt  – verborgen blieb. Aber ein rechter Alpinist kennt keinen Schmerz und da ich eh die Telefonnummer vom 144 nicht wusste, marschierte ich tapfer ins Spital. Sicherheitshalber wurde ein Rontgenbild erstellt (links), doch der Arzt meines Vertrauens beruhigte, dass nichts Auffälliges sichtbar sei, und schickte mich mit einer Arnikasalbe wieder nach Hause. Zum Glück passierte die Misere beim Abstieg und nicht beim Aufstieg, denn sonst hätte es möglicherweise nicht nur Knochen-, sondern auch noch Flaschenfrakturen gegeben:

CH 2010 Gantenbein Chardonnay 18.5/20 trinken – 2020 CH 2009 Domaine de la Rochettes Pinot Noir « Les Margiles » 18/20 2014 – 2020 F 1992 Domaine Leroy Pommard « Les Vignots » 18/20 trinken – 2016 F 1998 Denis Mortet Gevrey Chambertin en Champs V.Vignes 18/20 trinken – 2025 NZ 2005 Fromm Pinot Noir « Clayvin Vineyards » 15/20 austrinken AUT 2008 Krutzler Blaufränkisch Perwolff (Magnum) 17/20 trinken – 2020 USA 1997 Arrowood Cabernet Sauvignon Sonoma 16/20 austrinken F 1997 Château Bellevue St. Emilion 17/20 austrinken F 2009 Château Pedesclaux Pauillac 19/20 trinken – 2022 F 2000 Pape Clement 19/20 2015 – 2045 F 2003 Pichon Longueville Baron 19/20 trinken – 2030 F 1989 Château Latour 18/20 trinken – 2025 POR 2004 Julio Bastos « Garaffeira » 18/20 trinken – 2020 CH 2005 Simon Maye & Fils Chamoson Syrah 18/20 trinken – 2020 F 2001 Paul Jaboulet Aine Hermitage la Chapelle 17.5+/20 2015 – 2035 CH 2007 Luigi Zanini Castello Luigi 18.5+/20 trinken – 2030 F 1997 Léoville las Cases (Magnum) 17/20 trinken – 2018

Cab & Turkey Vol. 2: Château Montelena

24. November 2012

18 Weinfreunde feierten Thanksgiving in der Braui mit Chateau Montelena, dem ältesten Weingut im Napa Valley. Gegründet 1882. Viele Auf und Ab’s begleiteten Montelena durch diese lange Zeit. Das Highlight war sicher der Gewinn des Paris Tastings 1976 mit ihrem legendären 1973er Chardonny. Ab 1978 produzierten sie erstmals der Montelena Premiumwein Cabernet Sauvignon „Estate“, aus ihrem eigenen Rebberg in Calistoga. Cab & Turkey 2 widmete sich heuer sämtlichen Jahrgängen dieses Estate Cabs. Eine eindrückliche Vertikale eines geschichtsträchtigen Weins und einer legendären Winery.

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Alte St. Emilion & junge Valandraud

16. November 2012

René Gabriel lud zu einer spannenden St. Emilion Probe. Weine aus einem Jahrhundert standen  bereit. Eine Fülle von unterschiedlichen Macharten, Dekaden und Philosophien. Sehr traditionell, fast altmodisch vinifizierte Weine und ultra moderne  Valandraud. Eine Reise durch 100 Jahre St.  Emilion, die alles bot. Kellerleichen, erstaunlich grosse Weine aus vermeidlich kleinen Jahrgängen und grossartige, legendäre Flaschen. Doch bis wir zu diesen vordringen konnten, mussten wir uns tapfer durch einige Untiefen önologischer Grausamkeiten kämpfen…

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American Belle: Die „Selbsthilfegruppe der American Beauty Geschädigten“

5. November 2012

Ich hab mir schon überlegt, ob ich Mails mit dem Vermerk „American Beauty“ automatisch als Spam kennzeichnen soll. Die Warteliste zur legendären US Best Bottle umfasst im Moment viermal mehr Teilnehmer als am Event selber Platz finden. Keiner der seit 2008 ansässigen Teilnehmer rückt nur einen Millimeter von seinem Stuhl weg. Nachfragen nach dieser legendären Degu sind zwecklos. Doch dann erreichte mich dieses Mail:

„Es kann nur eine(n) geben…….das Original………. „American Beauty“ – ein bald sagenumwobenes Treffen von Liebhabern amerikanischer Spitzenweine. Die Chance über die Warteliste auf einen der begehrten Plätze zu rutschen ist etwa so hoch wie die Gewinnchance bei Euro-Millions. Deshalb – für alle, welche seit 2008 verzweifelt (und erfolglos) darauf hoffen einen Platz auf der Warteliste nach vorne zu rücken und für alle, welche trotz Teilnahme an der „American Beauty“ nicht genug von den Spitzengewächsen aus den USA kriegen können, möchten wir die US Best Bottle „American Belle“ in Zürich organisieren. Obwohl der Name abgekupfert ist, soll der Event kein Abklatsch sein und deshalb….Wer gerne dabei sein möchte bringt einen gereiften (nicht jünger als 2003) US-Wein mit, der die Herzen höher schlagen lässt.“

Na also, geht doch! Wieso die Faust im Sack machen? Hilfe zur Selbsthilfe! Nils Frei und Marcello Botti packten die Gelegenheit mit ihrem „Best Bottle Cercle“ am Schopf. Ich bin mir sicher, dass diese US Best Bottle eine Fortsetzung erfahren wird. Dann werden sich wieder einige hinter sinnen, auch hier den Einstieg verpasst zu haben. Ich habe meinen Platz auch in Zukunft! Bei

American Belle: Die „Selbsthilfegruppe der American Beauty Geschädigten“.

Le Macchiole Messorio

28. Oktober 2012

Die Geschichte von Le Macchiole begann 1983, als Eugenio Campolmi, ein gebürtiger Bolgherese seinen ersten Weinberg kaufte. Zusammen mit seiner Frau Cinzia Merli (links), begann für die beiden eine Zeit des Strebens und des Experimentierens mit dem Ziel, Weine zu bereiten, welche zu den besten der Maremma zählten und damit zu den besten der Welt. Als einer der ersten Betriebe entdeckten sie die besondere Qualität von Cabernet Franc, welcher sich ideal dem Mikroklima der etruskischen Küste anpasst. Anfangs 90er Jahre wurde Le Macchiole einer breiteren Oeffentlichkeit bekannt. Ihr erster reinsortiger Merlot „Messorio“ (damals eine Experimentalproduktion von 600 Flaschen) bekam von Parker 96 Punkte.

Bei der heutigen Verkostung, organisiert von Lucio Croce (passionvino.ch), geht es um das Flagschiff von Le Macchiole, den sortenreinen Merlot „Messorio“.

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Marcassin: Wilder Pinot Noir, schweinisch guter Chardonnay

1. Oktober 2012

Als Eugen Haefliger mich vor einem Jahr mit der Idee einer Marcassin Degustation konfrontierte, musste ich Google zu Hilfe nehmen… Marcassin ist ein Wildschein Ferkel (Frischling)… Um militante Tierschützer und alle 19 Teilnehmer des Events zu beruhigen. Links im Bild handelt es sich nicht um das Exemplar, welches schlussendlich via Elsäser Jäger und Werner Toblers Pfannen auf unseren Tellern landete. Somit bleibt der „jöhh, wie härzig….“ Effekt ungetrübt… Doch keine Angst, ich führe hier keinen zoologischen Exkurs über Wildschweine, und damit gehen wir lieber gleich zum Thema. Marcassin flüssig

Eine kleine Mouton Rothschild Vertikale – zum Trotz

28. September 2012

Am Freitag, 19. Oktober 2012 stand in meiner Agenda „Retroperspective Mouton Rothschild“ im Adler Nebikon. Doch ich musste den Event absagen. Mit zehn zahlenden Teilnehmern wäre der Anlass nicht Kosten deckend gewesen. Beim Einräumen der 20 Jahrgänge Mouton von 1980 – 1999 zurück in meinen Keller, rechnete ich nochmals durch, und versuchte Gründe für das Fernbleiben der Mouton Fans zu eruieren.  Lag es am Preis? Ich fand CHF 740.- für 20 Jahrgänge (inkl. dem 1982er und 1986er) fair. Dafür gibt’s nicht mal eine Flasche 2009er oder 2010er. Begleitend zum edlen Pauillac Premier hätte es ein Fünfgang Gourmetmenu gegeben, zelebriert von einem der begnadetsten Köche der Schweiz, Raphael Tuor (17 Punkte GM).  Es wäre ein Genussabend par excellence geworden!

Wie auch immer, ich muss es akzeptieren und storniere halt auch mal einen Anlass. Allerdings bescherte mir die Absage nun einen freien Abend und viele (im Moment) unnütze Flaschen Mouton Rothschild…  Eine Mini Vertikale zuhause sollte es doch noch sein, zum Trotz! Sue kochte einen wunderbaren Wild Hackbraten und zwei alte Freunde und Weinwegbegleiter seit der ersten Stunde halfen mir dabei. 1985 Mouton Rothschild (18.5/20 trinken – 2020). Dunkles Granat; Süsses, sehr reifes Cassisaroma, Erdbeeren, Bisquit, Schwarztee und Rauch. Sehr fein strukturiert, elegante Länge. Irgendwie ein stiller, beständiger Mouton der sich über all die Jahre grossartig gehalten hat und durchaus noch ein Jahrzehnt grossen Genuss bietet. 1987 Mouton Rothschild (17.5/20 trinken – 2020) Granat; Würzige Nase,  Pfeffer, Muskat sowie Tabak und Zedern. Recht pflaumig. Von der Nase dem grossartigen 1983er nicht unähnlich. Das edle Bouquet hätte eigentlich mehr „Körper“ verdient. Aber da fehlt natürlich den meisten 1987ern Fett und Fülle. Trotzdem immer noch ein beständig guter (Schweizer) Mouton. Ueberraschend langlebig. 1994 Mouton Rothschild  (17+/20 trinken – 2035) Dunkles Bordeauxrot; Defensives schwarzbeeriges Bouquet, Toast, Caramel, Malz und Peperoni. Die etwas grüne Note dominiert auch einen recht anstrengenden säuredominanten Gaumen. Alles ziemlich burschikos und unharmonisch. Optimisten geben ihm fünf Jahre Zeit und drei Stunden Dekantierbad.  Pessimisten verkaufen ihn.  Still und heimlich legte der 94er (Primeurpreis zirka CHF 50.-) nämlich eine Wertperformance von über 500% hin… 1996 Mouton Rothschild (19/20 ab 2015 – 2045) Purpur; Defensives dunkelbeeriges, süsses Bouquet. Orangeade, Brotkruste, Feuerstein, Vanille und feine Minzenoten. Wunderbar delikates Nasenbild. Zupackender, kräftiger Gaumen.  Man spürt richtig, wie die einzelnen Komponente sich beginnen zu vereinigen. Wird in zehn Jahren seinen Höhepunkt erreichen.

Danach musste es auch noch einen 1989 Lynch Bages (19/20 trinken – 2022) sein. Und blind obendrauf den 2009 Pedesclaux (19/20 trinken – 2030), da meine beiden Freunde motzten, was ich da für einen Mist über diesen üblen Pauillac geschrieben habe (weiter unten stehts…). Das Resultat: Ich darf für beide Pedesclaux organisieren….

Unterwegs mit Bernd Neuhaus durch 100 Jahre Château Ausone

25. September 2012

Erinnerns Sie sich an ihre entscheidende Flasche Wein? An jenen Moment, da Sie wussten, Wein wird in ihrem Leben eine entscheidende Rolle spielen? So quasi der WOW Effekt und Start einer grossen Leidenschaft? Bei mir war es vor knapp 20 Jahren 1989 Mouton Rothschild und bei meiner Frau 1991 Opus One. Man erinnert sich an Ort und Zeit und könnte heute noch locker aus dem Stegreif die damaligen Eindrücke schildern. Bernd Neuhaus traf der önologische Blitz 2006, als er auf Chateau Ausone ein Fassmuster vom 2005er verkostete. Es war Liebe auf den ersten Schluck. Seit diesem Moment an war Bernd ein leidenschaftlicher Ausone Fan. Er entschloss sich, fortan jeden Jahrgang zu kaufen und hielt Ausschau nach alten Ausone Flaschen um sich ein umfassendes Gesamtbild dieses ultra raren St. Emilion Premier Grand Gru Classé (A)  zu machen. Seit diesem Erlebnis ist Bernd mit seiner lieben Frau Elisabeth regelmässiger und gerngesehener Gast in gemütlichen Runden mit gleichgesinnten Weinenthusiasten. Freundschaften auch über das Weinglas hinaus sind entstanden. Einige dieser Freunde lud Bernd nun nach Bad Ragaz ein zu einem Genusswochenende mit Chateau Ausone. Als kundiger Reiseleiter, führte er uns nicht nur durch 100 Jahre Chateau Ausone sondern auch durch die eindrückliche, spektakuläre Taminaschlucht.

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CHAVE: Hermitage Vertikale 1988 – 2008

15. September 2012

Jean Louis Chave ist der jüngste Vertreter einer grossen Winzer Dynastie, welche seit dem 15. Jahrhundert Hermitage Weine produziert. Seit 2000 führt er das Weingut zusammen mit seinem Vater Gerard. Er lässt sich auf keine qualitativen Kompromisse ein und setzt in der Herstellung auf Stil und Tradition. Er setzt beim Hermitage nicht auf Einzellagen, sondern auf den perfekten Verschnitt verschiedener erstklassiger Rebberge.

Eine eindrückliche Vertikale von 1988 – 2008 liess uns staunen über die enorme Komplexität seines Hermitage und dessen Langlebigkeit.

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Bordeaux Bad Label Party

31. August 2012

Bordeaux ist teuer? Stimmt – Premiers vor allem. Wenn aber diese raren Flaschen nicht ganz perfekte Etiketten haben, interessiert sich kaum jemand dafür. Perfekter Inhalt – defekte Hülle. Es ist als ob sie einen edlen Sportwagen kaufen. Er fährt tip top, die Sitze lassen sich leicht zurückklappen, hat aber leider einen Riesenkratzer in der Frontpartie. Sie nehmen ihn sicher nicht oder nur mit einem Riesenrabatt. Diesen Abend widmeten wir solchen „Bad Label“ Flaschen. Ein Event für Bordeauxfreunde, denen Inhalt wichtiger ist als Etikette. Selbst der Preis für die 20 Weine und einem Fünfgang Gourmetmenu hatte einen kleinen Schaden: Fr. 390.- Ein Schnäppchen, dachte ich mir. Das wird Anmeldungen hageln, doch die Interessenten tröpfelten nur langsam rein. Vor zwei Monaten wollte ich den Anlass absagen. Macht ja nichts, so kann ich auch zuhause mal einen schönen (innen) Premier knacken ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Mein lieber Weinfreund, Peter Büel hatte was dagegen und schlug die Werbetrommel so sehr, dass wir am Schluss sogar noch überbucht waren. 19 Weinfreunde packten die Chance und waren dabei. Um nebst den kaputten Etiketten sonst noch eine Struktur in den Ablauf zu bringen, entschied ich mich für vier Serien. Einen Flight Mouton Rothschild, der empfindlichste Wein für Bad Label, wegen den beliebten Künstleretiketten. Sowie drei Jahrgangshorizontalen. Einerseits zwei meiner Lieblingsbordeauxjahrgänge 1985 und 1990 sowie fünf Flaschen 1986er. Ein Jahrgang der mich schon oft zur Verzweiflung brachte.

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