Silver Oak Napa Valley Cabernet Sauvignon Vertical Tasting 1979 – 2005

„Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon war“. An diesen legendären Spruch von Henry Ford erinnerte ich mich auf der Heimfahrt von dieser samstäglichen Mittags Degustation. Aus zweierlei Hinsicht. Einerseits war es recht schwierig überhaupt 16 Personen für diesen „Cab & Turkey“ Event zu gewinnen. „Silver Oak, naja… nicht gerade das non plus ultra in Kalifornien“, dürfte es da und dort geheissen haben. Hätten wir eine Harlan, Shafer oder Screaming Eagle Vertikale organisiert, wären die Leute dafür Schlange gestanden und hätten ein Mehrfaches dafür bezahlt. Man gönnt sich gerne das was man gern hat und was man kennt. Und wagt sich selten an etwas Neues… Zum zweiten gilt Ford’s Spruch für die Silver Oak Winery generell, und zwar im positiven Sinn. Die Jungs in Oakville ziehen ihr Ding durch. Obwohl der Napa Blend sich in den 90ern etwas geändert hat, bleibt der Stil von Silver Oak beständig und unverkennbar. Etwas kühl vinifiziert, herb, kantig. Und durch den langen Ausbau in amerikanischen Fässern immer etwas „vanillig“ und fast spanisch angehaucht. Winemaker Daniel Baron nennt seine Cabernets „Food friendly Wines“. Diese Aussage wirkt in der modernen Napa Szene eher wie eine Entschuldigung für die traditionelle, etwas rustikale Machart. Man „macht“ es eben, wie es immer gemacht wurde – und dies in jedem Jahr. Oder wie Daniel Baron es nennt: „Beständigkeit ist das Wichtigste“… Dadurch schlagen sich auch die witterungsbedingten Jahrgangsunterschiede voll durch. Wenig kann und will man im Keller korrigieren.  Doch Silver Oak ist mit diesem Stil erfolgreich. Sie verkaufen ihre Weine und verfügen über viele Fans um den ganzen Globus. Unter ihnen auch Eugen Haefliger, der diese Vertikale aus seinem eigenen Keller zusammenstellen konnte. Passend zur Jahreszeit zelebrierten wir die 25 Jahrgänge mit einem Thanksgiving Turkey aus der Küche von Werner Tobler.

Jahrgänge und Bewertungen

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