Unter dem Motto „Lynch Bages beim Pferdestall“ organisierte René Gabriel (weingabriel.ch) diesen gemütlichen Weinabend unter Reitern, Jägern und Geniessern. Irgendwie passt das ja alles zu Lynch Bages. Sagt man dem beliebten Pauillac Cinquième doch gerne eine animalische Note nach, und im Alter ein Bouquet welches an Leder und Pferdestall erinnert. Jäger und Sammler sind wir Winefreaks sowiso! Der gemütliche Höck fand auf dem wunderschönen Reiterhof Bromenegg in Römerswil (LU) bei Yasmin und Michael Wüest statt. Herzlichen Dank für eure Gastfreundschaft.
Eine ideale Gelegenheit also, einer meiner Lieblingsbordeaux wieder mal in breiter Fülle nachzudegustieren. Lynch Bages gehört zu den grössten klassifizierten Weingütern und produzieren auf 90 Hektaren gut 300‘000 Flaschen pro Jahr. Der Blend besteht meistens zu Dreiviertel aus Cabernet Sauvignon, zirka 20% Merlot sowie kleine Anteile Cabernet Franc und Petit Verdot. Der Ausbau erfolgt 15 Monate in teils neuen, teils gebrauchten Barriques. Klassifiziert wurde Lynch Bages 1855 als Cinquième Cru. Anhand Qualität, Preis und Beständigkeit definiert er sich aber eher als Supersecond. Aktuelle Jahrgänge kosten rund CHF 70 – 90. Etwas tiefer in die Tasche greifen muss man bei den Spitzenjahrgängen 2009 und 2010. Die gibt‘s ab zirka CHF 150.-